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Der neue Trend im Nahrungsmittelbereich heißt „Func-tional Food" (funktionelle Lebensmittel). Diese Lebensmittel sollen neben ihrem Nährwert eine weitere positive Wirkung auf die Gesundheit haben. Dafür werden sie mit natürlichen Zusätzen „aufgepeppt".

Die größte Gruppe der funktionellen Lebensmittel sind die Probiotika. Dazu gehören Joghurterzeugnisse, Quarkspeisen, Frischkäse, Fruchtsäfte, Müslis oder auch Eiscremes, die mit speziellen Bakterienkulturen angereichert werden. Diese sollen einen positiven Einfluß auf die Darmflora ausüben, Magenproblemen und Infektionen durch Salmonellen und Kolibakterien

PROBIOTISCH UNO PRÄBIOTISCH

Ebenfalls in Joghurts und Müslis, aber auch in Margarine, Brötchen und Drinks kann man zum Teil Präbiotika finden. Die speziellen Ballaststoffe fördern das Wachstum der gesunden Darmbakterien und die Aufnahme von Kalzium, Magnesium und Eisen. Außerdem sind sie vorteilhaft für das Überleben der probiotischen Bakterien.

Einige Lebensmittel hingegen haben einen hohen Gehalt an antioxidativ wirkenden Inhaltsstoffen, wie die Vitamine A, C und E. Sie sollen die schädliche Wirkung von freien Radikalen vermindern. Meist werden Getränke mit diesem Zusatz angeboten. Auch tiefgefrorene  Gemüsemischungen, die in der Kombination einen natürlich hohen Gehalt an diesen Vitaminen haben, sind bereits erhältlich.

Vor Herz-Kreislauf-Erkrankungen sollen Produkte mit einem Zusatz von Omega-3-Fettsäuren oder DHA (Docohexaensäure) schützen. Hauptsächlich werden diese Stoffe Broten und Erfrischungsgetränken zugesetzt. Im Angebot sind aber

FETTSÄUREN UNO VITAMINE

auch Eier mit einem besonders hohen Gehalt an diesen Fettsäuren.

Sogenannte „Wellness-Produkte", dazu gehören z.B. Joghurts oder Erfrischungsgetränke, werden mit Kräuterauszügen angereichert, die das Wohlbefinden verbessern sollen.

Immer mehr im Kommen ist die Zugabe von sekundären Pflanzenstoffen. Diese Färb-, Aroma- und Duftstoffe haben einen positiven Einfluß auf zahlreiche Stoffwechselprozesse und werden z.B. Getränken, Brot oder Müsliriegeln zugesetzt.

Uneinig ist man sich darüber, ob auch spezielle Sportlergetränke und Energy Drinks zu den funktionellen Lebensmitteln gezählt werden sollen.

ZUSÄTZE NUR BEGRENZT SINNVOLL

Aus ernährungswissenschaftlicher Sicht wird die Zugabe von natürlichen Stoffen zu Lebensmitteln unterschiedlich beurteilt. Bei einer ausgewogenen Ernährung sind funktionell Lebensmittel nicht notwendig. Es schadet aber auch nicht, seinen Körper zusätzlich mit Pro- oder Präbiotika zu versorgen. Kritischer hingegen wird die zusätzliche Aufnahme der Vitamine A, C und E beurteilt, da sie beim Beta-Carotin (Pro vitamin A) zu einer Überdosierung führen kann.

Bei der Zugabe von Omega-3-Fettsäuren, aber auch von sekundären Pflanzenstoffen, ist unbekannt, ob sie die gleiche Wirksamkeit haben wie die in Nahrungsmitteln natürlich vorkommenden. Auch hier gilt: Es schadet nicht, fraglich ist es jedoch, ob diese Zusätze tatsächlich etwas bewirken.

Wer wirklich etwas tun möchte, sollte sich ausgewogen ernähren. Viel frisches Obst und Gemüse, Milch und Milchprodukte, Vollkornprodukte, fettarmes Fleisch und Fisch sowie ausreichend Flüssigkeit versorgen uns optimal mit allen Nährstoffen. Und ab und zu mal etwas „Funktionelles"? kann nicht schaden.

Quelle: aus meiner Sammlung