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Tee ist von der großen Vielfalt und der langen, interessanten Geschichte seiner Herstellung und seines Genusses nur mit dem Wein vergleichbar. Dieses aromatische Getränk wird auf der ganzen Welt getrunken. Eine gute Tasse Tee zählt seit jeher zu den ganz besonderen Freuden und ist aufgrund der anregenden und belebenden Wirkung allerorts sehr beliebt. Hier stellen wir Ihnen einige feine Teesorten vor.

Darjeeling ist ein Anbaugebiet in Nordindien. Hier wird der Tee in verschiedenen Ernteperioden geerntet. Anfang Februar erntet man die erste Pflückung, den First-Flush-Darjeeling. Dieser Tee schmeckt leicht blumig, hat einen intensiven Duft und wirkt belebend und spritzig. Mitte bis Ende Mai wird es in Darjeeling wärmer - ideale Bedingungen also für einen ausgeprägten Second Flush, den Sommertee. Er ist sehr viel kräftiger im Geschmack und hat ein süßliches Aroma. Ende Juni ist die regenreichste Zeit. Dadurch lässt die Qualität der Ernte etwas nach. Den Regentee, den Third Flush findet man im Handel als preiswerte Aktionstees oder in aromatisierten Sorten. Im Spätherbst erntet man dann die anregenden und wohlschme-ckenden Herbsttees. Frisch getrunken haben sie ein herbes und angenehm würziges Flavour.

Assam liegt im Nordosten Indiens und ist das größte Teeanbaugebiet der Welt. Setzt im Frühling der erste Wachstumsschub der Blätter ein, gibt es den aromatischen First Flush. Er weist einen fruchtig-frischen Geschmack auf. Im Gegensatz zum Second Flush, der ab Mitte Mai geemtet wird. Typisch für diesen Tee ist ein herber, malzig-würziger Charakter.

Jasmintee besteht aus grünem chinesischem Tee, der mit zarten weißen Jasminblüten aromatisiert wird. Die Blüten strahlen rund 20 Stunden nach dem Pfücken ihren Duft aus. Davor und danach sind sie geruchsneutral. Nur in dieser Zeitspanne können die Blüten unter die vorbereiteten Teeblätter gemischt werden und ihr Aroma übertragen. Feiner Jasmintee ist nicht bitter. Er schmeckt hervorragend nach dem Verzehr von deftigen oder stark gewürzten Speisen, Fisch oder Meeresfrüchten und bildet den idealen Ausklang eines chinesischen Essens.

Tee kann in zweierlei Weise wirken: Nach 1-2 Minuten Ziehzeit geht der überwiegende Teil des im Tee enthaltenen Coffeins in den Teeaufguss über, und das Coffein hat eine anregende Wirkung auf das zentrale Nervensystem. Bei der Ziehzeit von 4-5 Minuten lösen sich die Gerbstoffe aus den Blättern. Der Tee wirkt dann aufgrund des höheren Gerbstoffanteils beruhigend auf den Magen-Darm-Trakt, erhält aber einen leicht herben Geschmack. Dieser kann z. B. mit Kandis, Zucker oder Milch gemildert werden. Lassen Sie Ihren Tee nicht länger als 5 Minuten ziehen, da sonst zu viele Gerbstoffe in das Getränk übergehen j und es dann bitter schmeckt.


Chinesische Teekunde

Tee und Wein haben vieles gemeinsam: Sie werden aus nur einem Gewächs hergestellt, ihre Inhaltsstoffe regen an oder beruhigen. Und dort, wo Tee und Wein herkommen, gelten sie als Alltagsgetränk. So wie in Südeuropa den Wein trinkt man in China den Tee zum Essen - ohne darum viel Aufhebens zu machen. Was nicht heißt, dass Chinesen ihren Tee nicht achten. Das reiche Wissen und die hohe Fertigkeit im Umgang mit ihm sind nach Tausenden von Jahren einfach selbstverständlich. Hier ein kleiner Überblick:

Schwarzer Tee
Nur was aus Blättern vom Teestrauch hergestellt wird, darf sich auch „Tee" nennen. Der Klassiker ist der schwarze Tee (in China „roter Tee"), für den die Blätter vor dem Trocknen fermentiert werden. Traditionell lässt man sie dazu erst im Freien welken, dann in speziellen Räumen an der Luft „vergären". Für alle Tees wird frisches kaltes Wasser (vorher 30 Sekunden aus dem Hahn laufen lassen) verwendet, das nur einmal kurz aufwallen soll („mit Bläschen so groß wie Fischaugen", wie man in China sagt). Damit wird schwarzer Tee überbrüht und zieht drei (anregend) bis sieben (beruhigend) Minuten. Kenner schwören auf den zweiten Aufguss. Bei sehr guten Sorten entfaltet sich das ganze Aroma sogar erst nach mehreren Aufgüssen am besten - ganz besonders bei den edlen Sorten, wie etwa dem Pu-erh. Dessen Blätter sind meist gepresst und man hat sie nach dem Trocknen noch reifen lassen.

Grüner Tee
Damit die Blätter grün bleiben, stoppt man Ihre Fermentierung gleich nach der Ernte - meistens durch Dämpfen, Grüner Tee gilt wegen der zahlreichen Inhaltsstoffe als besonders gesund. Um sie zu schonen, soll das Wasser zum Aufbrühen maximal 70 bis 80 Grad heiß sein. Die Faustregel dazu: 1 Liter Wasser nach dem Aufwallen 10 Minuten stehen lassen. Grüner Tee sollte zwei bis drei Minuten ziehen. Auch er verändert von Aufguss zu Aufguss sein Aroma.

Oolong-Tee
Dieser „halbfermentierte" Tee liegt geschmacklich zwischen grünem und schwarzem Tee. Er wird mit kochendem Wasser überbrüht, sollte aber nie länger als fünf Minuten ziehen.

Weißer Tee
Bei ihm lässt man die Teeblätter traditionell beim Trocknen „gären". Im Geschmack ist er besonders fein bis blumig. Seinen Namen verdankt er dem weißsilbrigen Schimmer an der Unterseite der Blätter.

Gelber Tee
Lange galt er als „verunglückter" grüner Tee, well das Geheimnis seiner Herstellung unter anderem darin liegt, dass er nach dem Dämpfen und vor dem Trocknen nicht richtig abgekühlt wird. Inzwischen werden bei uns erste hochwertige gelbe Tees angeboten, die wie grüner Tee aufgebrüht werden und leicht nach Kakao schmecken.